Über mich

Hallo, ich heiße Sonne, wohne in Essen und bin Bestatterin.

Sie sind Bestatterin? Warum wird man denn Bestatterin?
Ich liebe meinen Beruf. Er füllt mich ganz aus. Ich kümmere mich um Menschen in emotionalen Extremsituationen. Um Menschen, die gerade einen großen Verlust erlitten haben. Ich orientiere mich an ihren Wünschen und organisiere einen Abschied voller Würde. Ich meine, wir Menschen brauchen eine Grundlage, um unsere Trauer bewältigen zu können. Diese Grundlage kann zum Beispiel eine Bestattung sein, von der wir hinterher sagen: „Es war gut so, wie es war.“ Oder „Das hat ihm und es hat uns entsprochen.“
Dafür, dass ich Menschen in solchen Situationen mitnehme und begleite, stehe ich jeden Morgen mit Freude auf und fahre 40 Kilometer bis zu meiner Arbeit.

Warum ich Bestatterin wurde?
Es hat sich so ergeben, und es passte einfach gut in meine Lebenssituation. Ich kann hier alle meine Fähigkeiten einsetzen. Ich begleite Menschen gefühlvoll und achtsam in ihrem Verlust, ich berate, organisiere und hole das Beste aus allem heraus. Seit Kurzem kann ich sogar mein Talent für Sprache einsetzen und Trauerreden halten.
Ich bin der Meinung, dass es keine Zufälle gibt, sondern dass einem zufällt, was fällig ist. Vielleicht hatte auch der große Verlust, den ich selber vor einiger Zeit erlitten habe, damit zu tun.
Jetzt habe ich also mein Leben um meinen Beruf herum gut eingerichtet. Als wenn alles darauf hingearbeitet hätte, dass ich hier lande.

Schule, Ausbildung, Berufung?
Früher habe ich immer gedacht, ich wäre gar nix Besonderes. Als Kind konnte ich nicht singen, und ich fand mich auch nicht besonders schön. In der Schule haben mich alle geärgert, weil ich lieber Pferd gespielt habe, anstatt mich zu schminken und mich für Jungs zu interessieren.
Später konnte ich zwar immer noch nicht singen, aber ich ließ die Pferdchenspiele sein, weil ich Jungs doch spannender fand. Und irgendwann habe ich auch verstanden, dass ich wie jeder andere Mensch doch etwas Besonderes bin…

Immer neugierig und auf der Suche
Beruflich hatte ich nach dem Abitur eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin gestartet anstatt zu studieren. Von da an waren der Wunsch zu lernen und die Suche nach meiner Berufung der rote Faden durch meinen Lebenslauf. Immer wenn ich die Möglichkeit hatte, mit Menschen oder mit Tieren auf intuitive Weise zusammenzuarbeiten, wurde aus meiner Arbeit Freude. So konnte ich nach und nach Wissen aus vielen unterschiedlichen Bereichen zusammentragen. Ich habe als Büroleiterin in einer Anwaltskanzlei, als Sekretärin im Einzelhandel, als Teamleiterin im Gesundheitswesen und als kaufmännische Assistentin in einer Tierarztpraxis gearbeitet. Immer an der vordersten Front und am liebsten direkt am Kunden.

Sonnentiere – aus Arbeit wird Liebe
Später bin ich noch einen ganz anderen Weg gegangen, weil ich noch mehr lernen wollte. Ich habe eine Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin und zum Physio-Riding-Coach abgeschlossen und 13 Jahre lang Pferde, Hunde und Katzen behandelt, akupunktiert und vielen Menschen physiologisch korrektes Reiten nahegebracht. Ich habe Vorträge auf Fachmessen gehalten, häufig zusammen mit meinem Pferd, dem ich Muskeln und Knochen aufgemalt hatte. Ich habe über gesunde Bewegung referiert, Seminare geleitet und unterrichtet.

„Sonnentiere“ war dabei von Anfang an meine Marke, weil ich von meiner Familie und meinen Freunden liebevoll Sonne gerufen werde und weil die Tiere einfach dazu gehören.
Irgendwann war mir klar, dass die Basis meiner Tätigkeit in allen Bereichen des Lebens immer der respektvolle und achtsame Umgang mit Menschen, Tieren und der Welt an sich ist.

Wenn ich meine Empathie einsetzen darf, wird aus Arbeit Liebe.
Und weil meine Berufung nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere einschließt, bin ich auch Tierbestatterin.

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